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Foto: Sandra

Das Narbenexperiment und der Diskrimierungswahn

Von KWS, Gesund und Fit, Psychologie, 10.805 Views

Das Narbenexperiment und der Diskrimierungswahn

Gütersloh, 1. April 2025

In einem Experiment wurde eine Gruppe von Frauen von Maskenbildnern mit künstlichen Narben im Gesicht versehen. Den Teilnehmerinnen wurden ihre Narben im Spiegel gezeigt. Danach sagte man ihnen, man müsse die Narben noch ein wenig nachschminken – in Wahrheit wurden sie entfernt. Sodann nahmen die Teilnehmerinnen an Bewerbungsgesprächen teil und berichteten danach im Vergleich zur Vergleichsgruppe (der »Normalgruppe«) von auffällig zahlreichen Diskriminierungen in Form von vermeintlich beiläufigen, ablehnenden und verletztenden Bemerkungen, ablehnenden Gesten. Obwohl die künstlichen Narben wieder entfernt worden waren, was sie aber nicht wussten.

Offensichtlich waren sie durch die vermeintlichen Narben und die Überzeugung, dass Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten an der Tagesordnung sei, entsprechend geprimt, und haben die sprichwörtlichen #Flöhe husten gehört und alles mögliche als #Diskriminierung interpretiert.

Das heißt nicht, dass es keine Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten gibt. Aber es beweist, dass man sich Diskriminierung auch einbilden kann.

Die Schlussfolgerung ist die, dass, wenn man das entsprechende »#Mindset« hat und sich auf solche Themen fokussiert, von denen man überzeugt ist, Dinge wahrnimmt, die es nicht gibt und die nicht stattfinden. Das heißt nicht, dass man damit die #Realität formt – aber man glaubt ein eine vermeintliche Realität, die aber falsch ist.

Albert #Einstein sagte, der beste Weg aus der Opferrolle sei der, mit dem Jammern aufzuhören. Mit anderen Worten soll man sich nicht auf die Probleme konzentrieren, sondern auf Besseres. Auf seine Stärken, Ziele und Wunschzustände oder Optimalzustände. Insofern, so ein anderer, kluger Kopf, muss man, wenn man Frieden will, nicht militärisch aufrüsten, sondern abrüsten.