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Mannomann, war denn schon wieder Erdüberlastungstag?

Von Bernd Schüre, Tiere, Pflanzen, Natur, Naturschutz, 110.567 Views

Mannomann, war denn schon wieder Erdüberlastungstag?

#Gütersloh, 28. Juli 2025

Als #Erdüberlastungstag wird der Tag bezeichnet, ab dem wir für den Rest des Jahres 2025 mehr #Ackerland und #Weideland, #Fischgründe und #Wälder beanspruchen, als rechnerisch überhaupt zur Verfügung stehen. Und ja, bereits am 24. Juli hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen der Erde für das Jahr 2025 aufgebraucht. Das ist wirklich schlimm. Die #Weltbevölkerung würde zurzeit 1,8 Erden benötigen, um ihren aktuellen Ressourcenbedarf zu decken. Wenn die weltweite Nutzung von Ressourcen dem deutschen Verhalten entspräche, wären sogar 3 Erden notwendig, verschwenderischer geht’s kaum noch. Würden alle Menschen so leben wie wir, dann hätten wir bereits am 3. Mai mit leeren Händen dagestanden. Oder anders ausgedrückt, wir leben global betrachtet auf Kosten anderer Menschen beziehungsweise zukünftiger Generationen: fair und nachhaltig ist das überhaupt nicht.

Was wir als Einzelne tun können

Wir verschwenden #Wasser, wir #versiegeln viel zu viele #Flächen, wir gehen nicht nachhaltig mit den #Waldgebieten um. Wir produzieren und essen zu große Mengen an #Fleisch und #Fisch, wir verschwenden #Lebensmittel, wir erzeugen zu viele #Abfälle und #Treibhausgase.

Einiges daran lässt sich ändern, wenn man möchte, hier ein paar Beispiele …

  • Keine #Lebensmittel verschwenden, das heißt, sinnvoll planen und einkaufen (zum Beispiel Wochenplan machen), mögliche Essensreste einfrieren
  • Fleischkonsum und Fischkonsum deutlich vermindern

Was #Politik und #Verwaltung anpacken müssen

Jedoch gibt es einige wichtige Stellschrauben, an denen einzelne Bürger nicht so viel ändern können. Hier müssen Verwaltung und Politik schnellstmöglich in die Hufe kommen und liefern. Beispiele hierfür sind …

  • Kommunale Richtlinien für Beschaffungswesen und Auftragsvergaben (einschließlich #Hochbau und #Tiefbau) erstellen und anwenden (Kommune als Vorbild)
  • Verzicht auf den Bau von Tiefgaragen abstimmen
  • Kommunale Grenzwerte für die Flächenversiegelung (Menge, Zeitraum) festlegen
  • Wohnfläche pro Person reduzieren
  • #Klimagutachten und darin enthaltene Planungshinweise beachten und konsequent anwenden
  • Wasserrahmenrichtlinie gesetzeskonform umsetzen
  • #ÖPNV Nutzung erleichtern und verstärken (zum Beispiel Vernetzung, Takt, Preisgestaltung)

Fazit: Handeln – gemeinsam und konsequent

Der Erdüberlastungstag erinnert uns daran, dass unser derzeitiger Lebensstil nicht zukunftsfähig ist. Wir alle – Privatpersonen, Kommunen, Politik – tragen Verantwortung. Veränderungen sind möglich und notwendig. Je früher wir handeln, desto größer ist die Chance, dass auch kommende Generationen auf dieser Erde gut leben können.

https://www.guetsel.de/content/107978/mannomann-war-denn-schon-wieder-erdueberlastungstag.html