Von KWS, Informationen, Melle, 7.281 Views
Freude bei der #Meller #Tafel: erneut 10.000 Euro vom #Meller #Gesmolder #Siechenfonds
#Melle, 19. Dezember 2025
»Wir freuen uns sehr über diese Geldspende. Denn sie trägt mit dazu beiträgt, die inzwischen 730 #Bedarfsgemeinschaften insbesondere mit #Lebensmitteln zu versorgen«, stellte Andreas Leder fest. Er zeigte sich besonders erfreut darüber, dass der Meller Gesmolder Siechenfonds die Meller Tafel bereits in den vergangenen beiden Jahren mit jeweils 10.000 Euro bedacht habe. In herausfordernden Zeiten wie diesen seien Spenden als Sach oder Geldleistung willkommen, betonte der Vorsitzende, um danach Jutta Dettmann, Johann Caspar Freiherr von Hammerstein und Lutz Birkemeyer für die Zuwendung zu danken. Die Zuwendung motiviere nicht nur den Vorstand, sondern auch das gesamte Team.
Kassenwartin Maria Krause hob hervor, dass die Spendenbereitschaft für die Meller Tafel in der Stadt Melle nach wie vor groß sei: »Wir fühlen uns von Firmen und Privatleuten sehr gut unterstützt«, sagte sie, um danach einige Beispiele zu nennen: Etwa einen neunjährigen Schüler, der aus Teebeuteln Sterne bastelte und diese für den guten Zweck zum Kauf anbot. Das Ergebnis: 495 Euro für die Meller Tafel. Weitere Beispiele für das soziale Engagement, von denen die Bedarfsgemeinschaften profitieren: Schulklassen aus #Georgsmarienhütte, die Tüten mit selbstgebackenen #Plätzchen zur Verfügung stellen, oder Landwirte, die größere Mengen an Kartoffeln stiften.
Besonders hoben Andreas Leder und Maria Krause hervor, dass die Meller Tafel im ganz überwiegenden Teil vom Ehrenamt getragen werde. So sind am Standort in Melle nicht weniger als 130 Männer und Frauen tätig, die älteste von ihnen 85 Jahre alt. Oberstes Zielt der Akteurinnen und Akteure sei es, die 730 Bedarfsgemeinschaft insbesondere mit Lebensmitteln zu versorgen. Bisweilen gebe es auch besondere Aktionen: »Zum Beispiel der Kauf von Schulbedarf für Kinder«, wie Maria Krause berichtete.
Allgemeines zum Meller Gesmolder Siechenfonds
Der Meller Gesmolder Siechenfonds hat seine Wurzeln in den Folgen der großen Brandkatastrophe von 1720, bei der mehr als 500 Meller Bürgerinnen und Bürger Melles #obdachlos wurden. Um die Not zu lindern, stellten die Stadt und die Familie von Hammerstein Grundstücke und finanzielle Mittel zur Verfügung und förderten den Bau des Siechenhauses und Armenhauses. Als das Siechenhaus im 19. Jahrhundert geschlossen wurde, entstand der Meller Gesmolder Siechenfonds. Das mit dem Siechenfonds verbundene Land wurde teilweise verpachtet oder verkauft und der Erlös floss in diesen mildtätigen Fonds. Der Siechenfonds ist daher heute eine gemeinnützige #Stiftung, die bedürftige Menschen aus dem Stadtgebiet unbürokratisch finanziell unterstützt. Anstelle von Einzelpersonen können auch Zahlungen an gemeinnützige Institutionen mit identischer Zielsetzung erfolgen.
Stiftungsorgane sind die beiden Patrone. Laut Satzung sind dies der jeweilige Eigentümer des Rittergutes zu Gesmold, zurzeit Johann Caspar Freiherr von Hammerstein und die Stadt Melle, vertreten durch den jeweiligen Hauptverwaltungsbeamten, derzeit Bürgermeisterin Jutta Dettmann. Der Siechenfonds befindet sich noch heute im Besitz von Erbpachtgrundstücken. Die jährlichen Erbpachtzinseinnahmen sowie die Erträge aus den Finanzanlagen, die aus den Verkäufen der Ländereien im 19. Jahrhundert resultieren, stellen dabei die wesentlichen Einnahmequellen des Siechenfonds dar.
Im nun zu Ende gehenden Jahr konnten verschiedene Projekte und in Not geratene Einzelpersonen unterstützt werden. So wurde zum Beispiel die KEB bei der Durchführung eines Deutschsprachkurses in Melle mit Geldern ausgestattet. Im Bereich von Privatpersonen wurde die Anschaffung eines neuen Rollstuhls bezuschusst, für dessen Anschaffung es keine Kostenübernahme seitens der Krankenkasse gab. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 23.000 Euro für mildtätige Zwecke durch den Fonds ausgeschüttet.
Bedürftige können sich mit ihren Anliegen an den Geschäftsführer des Siechenfonds, Stadtrat Lutz Birkemeyer, unter der Telefonnummer +495422965266 oder per E Mail an [email protected] wenden.
