Von Christian Schröter, Karla-Wagner-Stiftung, KWS History, 150.193 Views
#KWS #History: #Stadtgeschichte – Kommentar »Was denn nun noch?«, Oktober 2008
#Gütersloh, 31. Dezember 2025
Die #Zukunft in der #Innenstadt ist in diesen Tagen ein Thema, das von den unterschiedlichsten Seiten beleuchtet wird. Ihrer Gestaltung soll sich jetzt auch noch ein Team aus Fachabteilungen der #Verwaltung unter der Federführung der #Gütersloh #Marketing GmbH annehmen, das #Bürgermeisterin Maria #Unger vor einigen Wochen ins Leben gerufen hatte.
Anregungen umzusetzen, eine verbesserte Abstimmung der Maßnahmen und die Vernetzung mit anderen Innenstadt Akteuren, aber auch ein »kurzer Draht« bei der Beseitigung von #Schäden und #Missständen sind erklärte Ziele der »Eingreiftruppe«, der seitens der Stadtverwaltung die Leiter der Fachbereiche #Planung, #Ordnung, #Tiefbau, #Grünflächen und #Stadtreinigung und Öffentlichkeitsarbeit angehören.
Nachdem wir uns also nun seit Jahren ein immer teureres Stadtmarketing leisten, werden jetzt plötzlich noch eine »#Task #Force« und zu allem Überfluss auch noch ein »#City #Manager« gefordert. Von diversen anderen #Arbeitskreisen und #Interessengemeinschaften ganz zu schweigen. Anstatt Lösungen umzusetzen oder wenigstens Lösungsansätze zu präsentieren, geht es weitestgehend nur um Personalien – Ergebnisse gibt es kaum bis gar nicht.
»Wichtig ist es, dass wir die Arbeit und die #Kooperation aller Beteiligter noch stärker als bisher miteinander vernetzen, um auch kleine Probleme schnell in den Griff zu bekommen, damit sie sich nicht zu größeren Ärgernissen aufblähen. Hier ist die Gütersloh Marketing mit ihrer Nähe zum Einzelhandel und weiteren innerstädtischen Institutionen prädestiniert, wertvolle Koordinationsarbeit zu leisten«, hatte Maria Unger die Marschrichtung vorgegeben, der sich nun eine erste Bestandsaufnahme in den »Einkaufsmeilen« rund um Berliner und Kolbeplatz anschloss. Dabei sind Bestandsaufnahmen seit Jahren an der Tagesordnung und ergehen sich darüber hinaus in ständig neuen #Broschüren, teuren #Beratern und #Gutachten und nicht zuletzt ständig neuen Personalien. Währenddessen entblödet sich das #Gütsler #Ordnungsamt nicht, sich lediglich um #Parksünder zu kümmern, während in anderen Städten Ordnungsamtsmitarbeiter als »Sheriffs« durch die Citys patrouillieren und eventuelle Missstände #stante #pede beseitigen. Jedenfalls ist es allmählich unerträglich, von den Verantwortlichen statt Lösungen seit Jahren nur immer neuen #Aktivismus serviert zu bekommen. Niemand übernimmt Verantwortung, niemand ist kompetent – alles wird zerfasert und zerredet.
Bild: NOW KI
