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Foto: Pia Nitz, Charité

Patient von Sonderisolierstation der Charité entlassen

Von KWS, Gesund und Fit, Krankenhäuser, 8.434 Views

#Patient von #Sonderisolierstation der #Charité entlassen

  • Update zum Gesundheitszustand – 3. Stellungnahme

#Berlin, 6. Juni 2026

Der US amerikanische #Staatsbürger, der sich im #Kongo mit dem #Ebolavirus infiziert hatte und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin behandelt wurde, konnte nach Aufhebung der #Isolationsanordnung aus der #medizinischen #Betreuung entlassen werden. Die Charité informiert in ihrer dritten Stellungnahme über den Gesundheitszustand des Patienten.

Die Charité hatte am 20. Mai 2026 einen US amerikanischen Staatsbürger mit einer #Bundibugyo #Ebolavirus #Infektion auf ihre #Sonderisolierstation aufgenommen. Die Krankheitszeichen der Ebola Infektion, die bei Aufnahme und in den ersten Tagen der Behandlung ausgeprägt waren, bildeten sich unter der kombinierten #antiviralen #Therapie und den weiteren begleitenden medizinischen Maßnahmen bereits im Verlauf der ersten Woche deutlich zurück. Dies zeigte sich in einer kontinuierlichen klinischen Besserung sowie einer Normalisierung der Laborwerte.

Die zu Beginn hohe Viruslast nahm unter der antiviralen Therapie und den Behandlungsmaßnahmen deutlich ab. Seit dem 30. Mai 2026 konnte in den täglich durchgeführten Kontrolluntersuchungen kein #Virus mehr nachgewiesen werden. Im Einklang mit international üblichen Kriterien – einer vollständigen #Symptomfreiheit über mehr als 72 Stunden sowie eines negativen Virusnachweises in wiederholten #PCR #Untersuchungen – konnte das zuständige Gesundheitsamt die Isolationsanordnung am 6. Juni 2026 um 12 Uhr aufheben.

Die 5 Familienangehörigen des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft worden waren, befanden sich in der Charité in #Quarantäne. Während des gesamten Beobachtungszeitraums wurden bei keiner der Personen Symptome einer Infektion festgestellt. Auch die regelmäßig durchgeführten Laboruntersuchungen ergaben keinen Nachweis des Bundibugyo Ebolavirus. Das zuständige Gesundheitsamt hob am 6. Juni 2026 um 12 Uhr auch die Quarantäneanordnung für die Familie nach insgesamt 21 Tagen seit dem letzten Risikokontakt auf.

Der 39 Jährige und seine Familie konnten nach einer abschließenden Untersuchung heute in gutem Gesundheitszustand aus der medizinischen Betreuung der Charité entlassen werden. »Wir sind sehr erfreut über den erfolgreichen Behandlungsverlauf und werten diesen als bedeutenden therapeutischen Erfolg«, sagt Prof. Leif Erik Sander, Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin im Fächerverbund Infektiologie, Pneumologie und Intensivmedizin der Charité. »Im Namen des gesamten Teams danken wir allen beteiligten Fachdisziplinen und Abteilungen, die die erfolgreiche Behandlung auf der Sonderisolierstation ermöglicht haben.«

Er fügt hinzu: »Die Sonderisolierstation der Charité hat sich einmal mehr als unverzichtbarer Baustein in der Bewältigung hochpathogener Infektionen erwiesen. Nur durch das Vorhalten dieser besonderen Infrastruktur, spezialisierte infektionsmedizinische Expertise und hochqualifiziertes Personal ist es möglich, Patienten wie diesen unter höchsten Sicherheitsstandards medizinisch effektiv zu behandeln. Dieser Fall unterstreicht angesichts zunehmender globaler Risiken die entscheidende Bedeutung solcher Spezialeinrichtungen für die Gesundheitssicherheit.«

Auch der Genesene bedankt sich beim gesamten Team der Charité: »Ich wurde erstklassig versorgt, unter anderem mit experimentellen Therapien, die derzeit zur Behandlung dieser Virusart erprobt werden. Meine Dankbarkeit lässt sich mit Worten nicht angemessen beschreiben. Vielen Dank an alle, die dies ermöglicht haben. Unsere Gedanken sind auch bei den Menschen im #Kongo, die nicht die Möglichkeit haben, eine solche Versorgung zu erhalten.«

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