Von »Neue Westfälische«, Kunst und Kultur, Presse, 2.980 Views
Höhe der #Rente hängt auch vom #Wohnort ab
#Bielefeld, 27. Juni 2026
Die Höhe der #Rente unterscheidet sich in #NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in #Münster (1.185 Euro pro Monat) oder im Rhein Erft Kreis (1.591 Euro pro Monat) leben. Frauen in #Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr durchschnittlich 2.400 Euro weniger Rente als die in #Mettmann (1.030 Euro).Das geht aus dem »Rentenreport NRW« des #DGB in Nordrhein Westfalen hervor, über den die »Neue Westfälische« exklusiv berichtet (Samstagsausgabe).
»Die Höhe der Rente hängt auch vom Wohnort ab«, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende und Autorin des »Rentenreports«, Anke Unger aus #Gütersloh. »Das sind Beträge, die für viele Rentner im Alltag einen erheblichen Unterschied machen.« Der DGB in Nordrhein Westfalen sieht einige Vorschläge der Kommission zur #Rentenreform kritisch. Statt des vorgeschlagenen Kapitalstocks als privater Vorsorge sollte die #Betriebsrente, in die #Arbeitgeber einzahlen, gestärkt werden, erklärt die stellvertretende DGB Landesvorsitzende Anke Unger: »Wir brauchen dringend eine #Stabilisierung und perspektivisch eine Erhöhung des Rentenniveaus. Den Vorschlag der Rentenkommission, dies durch einen neuen Kapitalstock zu erreichen, halten wir allerdings für problematisch. Statt riskanter Börsenmodelle brauchen wir eine verpflichtende Betriebsrente für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert wird.«
Auch von der schrittweisen Verlängerung der Lebensarbeitszeit hält der DGB in NRW nichts. »Es ist falsch, das #Rentenalter pauschal zu erhöhen und den Renteneintritt an die Lebenserwartung zu koppeln, wie es die Rentenkommission vorschlägt. Das würde in vielen Fällen schlicht eine Rentenkürzung bedeuten.«
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