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Bild: Jürgen Stollhans

KWS History: Stadtgechichte Gütersloh – Jürgen Stollhans, »Gütersloh oder Die Methode«, Veerhoffhaus (2009)

Von KWS, Karla-Wagner-Stiftung, KWS History, 2.212 Views

#KWS #History: #Stadtgechichte #GüterslohJürgen Stollhans, »Gütersloh oder Die Methode«, #Veerhoffhaus (2009)

  • Der Originalartikel vom September 2009 wird hier unverändert wiedergegeben.

#Gütersloh, September 2009

Weltbekannt ist Gütersloh für seine #Waschmaschinenimmer besser«), #BücherMedia world wide«), deftige #Wurstwaren und #Pumpernickel. Auch dem »Letzten #Cowboy« hat der deutsche Schlagerstar Tommie Bayer hier ein musikalisches #Denkmal gesetzt und der Wiener Künstler Albert Paris Gütersloh scheint einst bei der Durchreise so begeistert gewesen zu sein, dass er sich den Stadtnamen als begriffliche #Antipode, hier #Metropole dort #Provinz, zum 2. Teil seines Künstlernamens gewählt haben soll …

Orte und ihre historischen, politischen und gesellschaftlichen Eigenheiten sind für #Stollhans Anknüpfungspunkte zu seinen künstlerischen Recherchen. Er stellt sie zeitgeschichtlich und biografisch in Bezug und arbeitet dabei spielerisch ironisch Verknüpfungen heraus ohne eindeutig zu sein oder sich festzulegen. Mit Vorliebe nähert er sich seinen Themen auf #Nebenwegen, mitunter Umwegen, die für diese Ausstellung auch in das idyllische Rheda Wiedenbrück in der unmittelbaren Nachbarschaft führen.

Stollhans spielt mit Ausdruckmöglichkeiten, bedient sich der #Zeichnung und #Malerei, der #Kollage und #Installation ebenso wie dem Objekt. Auf assoziative Weise verknüpft er, klug und listig, alltagskulturellen Absurditäten und lokale Eigenwilligkeiten mit Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte. Zusammen mit Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Forschungsgebieten wie der Nachrichten und Fahrzeugtechnik spinnt er daraus Erzählstränge, deren zahlreiche Querverbindungen allerhand Überraschendes offenbaren. Stollhans entwirft in seiner Ausstellung einen eigenwilligen Kosmos, der zwischen korrekter  Information und eigenwilligen Gedankenspielen changiert. Seine subtilen Anspielungen sind humorvoll ironisch und kritisch, zeitweilig anarchisch, aber nie bösartig. Je eingehender man sich mit diesem verwirrenden Gefüge auseinandersetzt, um so fragwürdiger wird die eigene Position.

Jürgen Stollhans wurde 1962 in Rheda Wiedenbrück geboren und lebt seit 1989 in #Köln. Er studierte von 1983 an zunächst #Malerei an der Kunstakademie Münster und wechselte dann zur #Bildhauerei an die Kunstakademie Düsseldorf. Der erst kürzlich im Juli 2009 erschienene Katalog »Wir schalten zurück nach Rheda Wiedenbrück« mit Beiträgen von Roland Nachtigäller, Roger M. Bürgel, und Jürgen Stollhans ist in der #Ausstellung erhältlich.

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