Von KWS, Karla-Wagner-Stiftung, KWS History, 3.470 Views
#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – das ehemalige #Bartels #Areal und das Bartels Fest 2011
#Gütersloh, Juli 2011
Das sogenannte »Bartels Areal« zwischen Berliner Straße, #Bismarckstraße und Stadtring Nord gehört zu den größeren innerstädtischen #Konversionsflächen der jüngeren Gütersloher Stadtgeschichte. Wo sich heute #Wohnungen, #Praxen, #Büros, ein #Seniorenwohnheim und #Einzelhandel befinden, wurde über Jahrzehnte industriell produziert.
Bis etwa 1976 wurde das Gelände von der Seidenweberei Gebr. Bartels genutzt. Nach dem Ende dieser Nutzung dienten Gebäude und Flächen unterschiedlichen Zwecken. Später entstanden umfangreiche Pläne für eine grundlegende Neuordnung des zentrumsnahen Areals. Ein #städtebaulicher #Wettbewerb bildete schließlich die Grundlage für die weitere Entwicklung; 2004 beschloss der Rat der Stadt Gütersloh einen neuen #Bebauungsplan.
Bevor die ehemaligen Hallen der #Seidenweberei verschwanden, wurde das alte Bartels Areal 2005 noch einmal selbst zum Veranstaltungsort. Bei einem großen Bartelsfest wurden die #Industriegebäude unter anderem mit #Lichtinstallationen und #Kulturangeboten bespielt. Anschließend begann der Abriss und die Neubebauung des Geländes.
Ab 2005 entstand schrittweise ein neues Stadtquartier. Gebaut wurden #Stadthäuser und #Mehrfamilienhäuser mit #Eigentumswohnungen und #Mietwohnungen, ein Seniorenwohnheim sowie unterschiedliche Formen gemeinschaftlichen Wohnens. Hinzu kamen Praxen und Büroräume. Ein neuer REWE Supermarkt übernahm einen Teil der Nahversorgung des Quartiers. Bis Ende 2011 sollte die Entwicklung des neuen Bartels Areals weitgehend abgeschlossen sein.
Bartels Fest 2011
Zum Abschluss dieser Entwicklung wurde am Samstag, 2. Juli 2011, noch einmal ein »Bartels Fest« veranstaltet. Die Initiative dazu ging vom Gütersloher Architekten Thomas Spooren aus. Eigentümer, Mieter, Vereine und Gewerbetreibende des neuen Quartiers schlossen sich zu einer Veranstaltergemeinschaft zusammen.
Anlässlich des Tags der Architektur sollte nicht nur gefeiert, sondern auch die Entwicklung des Areals vorgestellt werden. Zum Programm gehörten Architekturführungen und Passivhausbesichtigungen, Filmvorführungen, Verlosungen und Aktionen für Kinder und Erwachsene sowie gastronomische und musikalische Angebote.
Ein symbolischer Programmpunkt erinnerte unmittelbar an die industrielle Vergangenheit des Geländes: Der alte »Bartels« Schriftzug sollte während des Festes versteigert werden.
Das Bartels Fest von 2011 markierte damit einen Übergang in der Gütersloher Stadtgeschichte. Aus einem traditionsreichen Industrieareal war innerhalb weniger Jahre ein neues innerstädtisches Wohnquartier und Geschäftsquartier geworden. Zugleich verschwanden mit den ehemaligen Fabrikhallen die weithin sichtbaren baulichen Zeugnisse der Seidenweberei Gebr. Bartels aus dem #Stadtbild.
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