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Bild: Privat-Initiative »Save the Ocean«, KI

Zoo Duisburg: Protest bei Delfin Vorführung

Von Jörn Kriebel, Save The Ocean, Tiere, Pflanzen, Natur, Tierschutz, 4.584 Views

Zoo Duisburg: Protest bei Delfin Vorführung – Aktivisten springen ins Becken – die private Initiative »Save the Ocean« sieht die Aktion kritisch

#Solms, 27. Juli 2026

Im #Zoo #Duisburg ist eine Delfin Vorführung am Sonntagnachmittag, 26. Juli 2026, von 3 Aktivisten der »Vegan Strike Group« unterbrochen worden. 2 Männer und 1 Frau stiegen während der #Show ins Becken und zeigten Protestplakate. Nach Angaben von Besuchern wurden die #Delfine sofort in ein anderes Becken geleitet. Wenig später traf die #Polizei am Ort des Geschehens ein.

Wie die Polizei bestätigte, wurde sie gegen 14.40 Uhr vom Zoo alarmiert. Als die Beamten eintrafen, befanden sich die Aktivisten nicht mehr im Wasser. Sie wurden zur Wache gebracht, gegen sie wird nun ermittelt. Nach Angaben der Polizei müssen sie mit Strafanzeigen rechnen. Informationen zum Zustand der Delfine wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Solche Protestaktionen hat es im Duisburger #Delfinarium bereits mehrfach gegeben. Bereits 2022 hatten Tierschutzaktivisten Vorführungen gestört, indem sie ins Becken gelangten und gegen die Haltung der Tiere demonstrierten. Der Zoo erklärte damals, die Delfine seien jeweils umgehend in einen geschützten Bereich gebracht worden, betonte jedoch, dass solche Aktionen eine Gefahr für das Wohl der Tiere darstellen könnten.

Die private Initiative »Save the Ocean« äußert sich kritisch zu der Protestaktion

Wir von der privaten Initiative »Save the Ocean« haben bereits mehrfach im Delfinarium des Zoo Duisburg protestiert, unter anderem in den Jahren 2016, 2019 und 2023. Solche Proteste fanden nicht nur in Duisburg statt, sondern auch in anderen Delfinarien und Einrichtungen im Ausland.

Wir teilen die Ansicht der »Vegan Strike Group«, dass eine Demonstration im Delfinarium deutlich mehr Aufmerksamkeit erzeugt als ein Protest vor dem Zoo. Wenn Demonstrierende lediglich vor dem Eingang stehen und auf und ab laufen, bleibt die mediale Aufmerksamkeit oft gering. Der Druck auf solche Einrichtungen wächst deutlich stärker, wenn der Protest dort stattfindet, wo die Delfinshows stattfinden.

Dennoch halten wir es für unverantwortlich, in das Becken zu springen. Eine solche Aktion ist aus unserer Sicht nicht notwendig und kann die Tiere zusätzlich gefährden oder unnötig stressen.

»Wir wollen Aufmerksamkeit für das Leid der Delfine in Gefangenschaft schaffen – aber niemals auf Kosten der Tiere. Deshalb bleiben wir bei unseren Protesten am Beckenrand und springen nicht ins Wasser. Unser Ziel ist es, die Besucher zu erreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ohne die Delfine zusätzlich zu belasten«, erklärt Jörn Kriebel, Gründer der privaten Initiative »Save the Ocean«.

Beispiel: Protest gegen Delfinshows in #Griechenland

Im Oktober 2018 reisten wir nach Griechenland, um gegen die Delfinshows im »Attica Zoological Park« bei #Athen zu protestieren. In Griechenland sind Vorführungen mit Wildtieren, etwa in Zirkussen oder ähnlichen Einrichtungen, gesetzlich verboten. Trotzdem wurden dort weiterhin Delfinshows angeboten.

Vor Ort führten wir mehrere Protestaktionen durch, dokumentierten die Situation mit Videoaufnahmen und informierten die Presse. Der Fall beschäftigte schließlich auch die Gerichte. Am Ende wurde der Betreiber des »Attica Zoological Parks« zu einer Geldstrafe von 65.000 Euro verurteilt und durfte keine Delfinshows mehr durchführen. Das ist einfach das Ziel: solche Einrichtungen plattzumachen.

Wir von »Save the Ocean« bleiben während unserer Proteste am Beckenrand stehen und halten unsere Banner hoch. So können wir die Zuschauer direkt erreichen, mit ihnen ins Gespräch kommen und über die Situation der Delfine sowie die Probleme der Gefangenschaft aufklären. Unser Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, ohne die #Tiere zusätzlich zu belasten.

Die Delfinhaltung gehört seit 1965 zum Zoo Duisburg. 1978 gelang dort erstmals in Deutschland die Nachzucht eines Großen Tümmlers. Gleichzeitig steht das Delfinarium seit vielen Jahren in der Kritik von Tierschutzorganisationen, die eine artgerechte Haltung der Meeressäuger in Gefangenschaft grundsätzlich infrage stellen.

Der Zoo verweist hingegen auf wissenschaftliche Begleitung, hohe Haltungsstandards und eine transparente Dokumentation. Laut Jörn Kriebel ist dies jedoch der größte Blödsinn. Seiner Ansicht nach ist das Delfinarium lediglich eine große Geldmaschine für den Zoo Duisburg.

»Wenn das #Meer stirbt – stirbt der Mensch. Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfinarien. So unterstützen Sie nur das Delfinarium, aber nicht die Tiere!«

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