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Bild: »Save the Ocean«, KI

Hope: Wurde der Buckelwal beim Herausziehen aus der Barge einer tödlichen Kraft ausgesetzt?

Von Körn Kriebel, Save the Ocean, Tiere, Pflanzen, Natur, Tierschutz490 Views

#Hope: Wurde der #Buckelwal beim #Herausziehen aus der Barge einer tödlichen Kraft ausgesetzt?

  • Eine physikalische Berechnung wirft neue Fragen zur letzten Phase der Rettungsaktion auf

#Solms, 30. September 2026

Buckelwal Hope wurde am 28. April 2026 in eine speziell vorbereitete #Transportbarge gebracht. Der #Einschwimmvorgang erfolgte zunächst aus eigener Kraft. Anschließend wurde der Wal mehrere Tage auf der Barge in Richtung #Nordsee transportiert.

Doch besonders die letzten Stunden vor seiner Freisetzung am 2. Mai 2026 werfen bis heute Fragen auf.

Der entscheidende Moment

Nach vorliegenden Berichten wurde am Abend vor der Freisetzung beobachtet, wie Helfer offenbar versuchten, Hope mit einem Seil an der Fluke aus der Barge zu ziehen. Dieser Versuch soll nach einigen Minuten abgebrochen worden sein. Am folgenden Morgen war Hope schließlich nicht mehr in der Barge.

Der entscheidende Moment selbst ist nach den bislang vorliegenden Informationen nicht eindeutig dokumentiert. Außerdem wurde der Vorgang später als eine »Nacht und Nebel Aktion« bezeichnet.

Andere zeitnahe Berichte bestätigen, dass Hope am Morgen des 2. Mai gegen 8.45 Uhr frei war. Um 8.49 Uhr wurden #Fontänen zwischen der Barge und dem Begleitschiff beobachtet; gegen 9.17 Uhr wurde der Wal freischwimmend gesichtet. Der genaue Vorgang, wie Hope die Barge tatsächlich verließ, ist damit jedoch nicht vollständig geklärt.

Welches Schiff hat Hope aus der Barge gezogen?

Eine zentrale bislang offene Frage lautet: Welches #Schiff beziehungsweise welches technische Gerät wurde tatsächlich eingesetzt, um Hope aus der Barge herauszubekommen?

Wenn Hope nicht aus eigener Kraft aus der Barge schwamm, muss geklärt werden, wie die notwendige Bewegung erzeugt wurde.

Dabei ist auch die räumliche Situation entscheidend. Eine Barge bietet nur begrenzten Raum. Deshalb stellt sich die Frage, wie Hope die notwendige Position für die Freisetzung erreichen konnte.

Ein #Wal kann sich zwar begrenzt rückwärts bewegen, aber nicht einfach wie ein Fahrzeug rückwärts aus einer Barge herausfahren. Deshalb muss die genaue Bewegungsrichtung von Hope rekonstruiert werden.

Wurde Hope gedreht? Wurde die Barge bewegt? Wurde Hope mit einem Seil gezogen? Oder wurde ein Schiff eingesetzt, das über ein Seil oder eine andere Vorrichtung die notwendige Zugkraft erzeugte?

Vor allem muss geklärt werden: Welches Schiff war zu diesem Zeitpunkt tatsächlich mit der Barge verbunden oder befand sich in unmittelbarer Nähe?

Diese Information könnte für die #Berechnung der möglichen #Zugkraft entscheidend sein.

Eine #Aussage auf der #Videoaufnahme wirft weitere Fragen auf

Besonders auffällig ist eine Aussage, die nach Angaben des vorliegenden Videomaterials während der Freilassung zu hören sein soll.

Auf der Aufnahme soll eine männliche Stimme im Hintergrund gesagt haben: »Jetzt ist endlich das Mistvieh weg.«

Die Stimme soll dabei lediglich im Hintergrund zu hören sein. Wer diese Aussage gemacht hat und in welchem Zusammenhang sie gefallen ist, müsste anhand der Originalaufnahme eindeutig geklärt werden.

Sollte sich die Aussage durch eine unabhängige Prüfung der Originalaufnahme bestätigen lassen, wäre insbesondere der zeitliche Zusammenhang mit der Freilassung von Hope zu untersuchen.

Die entscheidende Frage: Welche Kraft wirkte auf Hope?

Genau hier beginnt die technische Untersuchung.

Wenn ein mehrere Tonnen schwerer Buckelwal nicht ausschließlich aus eigener Kraft aus einer Barge schwimmt, sondern über ein Seil an der Fluke gezogen wird, wirken Kräfte auf den Körper, die von der normalen Schwimmbewegung erheblich abweichen können.

Dabei muss zwischen dem Körpergewicht des Wals und der tatsächlich auf das Seil wirkenden Zugkraft unterschieden werden.

Die relevante Größe ist nicht einfach: Masse mal Erdbeschleunigung sondern die tatsächlich auftretende dynamische Zugkraft.

Vereinfacht gilt …

F = m × a

Dabei steht …

F = Kraft in Newton

m = Masse des Tieres

a = Beschleunigung

Zusätzlich können beim Ziehen im Wasser Widerstandskräfte, Reibung, Bewegungen der Barge, Wellen sowie ein plötzliches Spannen des Seils hinzukommen.

Gerade ein ruckartiges Anziehen eines Seils kann kurzfristig wesentlich höhere Kräfte erzeugen als ein langsames, gleichmäßiges Ziehen.

Berechnung der Zugkraft an der Fluke

Während die Barge mit 2,8 Knoten (v = 1,44 m/s) unter dem Wal weggezogen wird, bremst das hintere Schiff den 12 Tonnen (12.000 kg) schweren Wal über einen Zeitraum von 6 Minuten (t = 360 s) bis zum Stillstand ab.

Die Zugkraft an der Fluke setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

Trägheitskraft (Verzögerung)

Da das Abbremsen sehr langsam erfolgt:

a = 1,44 / 360 = 0,004 m/s²

ist die reine Masse Verzögerungskraft minimal:

F = m × a

F = 12.000 kg × 0,004 m/s²

F ≈ 48 Newton

Diese Berechnung beschreibt zunächst nur die Kraft, die sich aus der angenommenen Verzögerung der Masse ergibt. Zusätzlich müssen bei einer vollständigen physikalischen Betrachtung unter anderem Wasserwiderstand, Reibung, Seilspannung, Bewegungen der Barge und mögliche dynamische Belastungen berücksichtigt werden.

Warum die #Fluke besonders wichtig ist

Die Fluke ist nicht dafür vorgesehen, dass ein mehrere Tonnen schweres Tier daran wie eine Last gezogen wird.

Wenn die Zugkraft über ein Seil unmittelbar an der Fluke angreift, entsteht eine Belastung, die sich auf die Schwanzwurzel und die daran anschließenden Strukturen überträgt.

Deshalb müsste eine seriöse Rekonstruktion mindestens folgende Punkte klären:

  1. Wie schwer war Hope zu diesem Zeitpunkt?

  2. Wo genau war das Seil befestigt?

  3. Wie lang war das Seil?

  4. Wie schnell wurde das Seil angezogen?

  5. Wurde kontinuierlich oder ruckartig gezogen?

  6. Welche Zugkraft entwickelte das eingesetzte Schiff?

  7. Welches Schiff war tatsächlich an der Aktion beteiligt?

  8. Wie schnell bewegte sich die Barge beziehungsweise das Begleitschiff?

  9. Befand sich Hope vollständig im Wasser oder lag ein Teil des Körpers noch auf der Barge?

  10. Welche Kräfte wirkten durch Wasserwiderstand und Reibung?

  11. Gibt es Videoaufnahmen oder AIS Daten, mit denen die Bewegung exakt rekonstruiert werden kann?

Der zeitliche Ablauf ist entscheidend

Fest steht: Am 28. April kam Hope in die Barge.

Am 2. Mai wurde Hope in der Nordsee freigelassen.

Zwischen diesen beiden Ereignissen liegt die entscheidende Phase.

Besonders interessant ist deshalb die Frage: »Was geschah zwischen dem letzten dokumentierten Aufenthalt von Hope in der Barge und der ersten eindeutigen Sichtung des frei schwimmenden Wals?«

Genau diese Zeitspanne muss rekonstruiert werden.

War es möglicherweise vorsätzlich geplant?

Eine der schwerwiegendsten Fragen lautet: War der #Tod von Hope möglicherweise vorsätzlich geplant – oder war sein Tod eine Folge der angewandten Vorgehensweise bei der #Rettungsaktion?

Bislang gibt es keine gesicherten Beweise dafür, dass Hope vorsätzlich getötet werden sollte. Deshalb kann diese Frage derzeit nur als offene Frage gestellt werden.

Entscheidend wäre zu klären, was in den letzten Stunden auf der Barge tatsächlich geschah, wer die Entscheidung zum Herausziehen traf, welche Methode angewendet wurde und welche Kräfte dabei auf Hope wirkten.

Sollte sich nachweisen lassen, dass bewusst eine Vorgehensweise gewählt wurde, bei der eine erhebliche Verletzungs oder Lebensgefahr für Hope bekannt war, müsste auch die Frage nach einem möglichen Vorsatz genauer untersucht werden.

War es ein tragischer Ausgang einer Rettungsaktion – oder wurde der Tod von Hope bewusst in Kauf genommen?

»Save the Ocean«: Fragen über Fragen

Für Jörn Kriebel, Gründer der privaten Initiative »Save the Ocean«, bleiben im Zusammenhang mit der letzten Phase der Rettungsaktion zahlreiche Fragen offen.

Welches Schiff hat Hope tatsächlich aus der Barge herausgezogen? Welche Kräfte wirkten dabei auf seinen Körper und insbesondere auf seine Fluke? Warum existieren ausgerechnet von diesem entscheidenden Moment keine eindeutigen Aufnahmen? Und wer kann heute noch genau erklären, was in diesen Minuten tatsächlich passiert ist?

Für Jörn Kriebel und »Save the Ocean« geht es dabei nicht darum, vorschnelle Schuldzuweisungen vorzunehmen. Es geht darum, die Ereignisse anhand von Fakten, Videoaufnahmen, Schiffsbewegungen, AIS Daten und technischen Berechnungen so genau wie möglich zu rekonstruieren.

Denn je mehr Fragen zu diesem Vorgang offenbleiben, desto wichtiger wird eine unabhängige und nachvollziehbare Aufarbeitung.

Hope hatte eine letzte Chance verdient. Deshalb verdienen auch die offenen Fragen zu seiner letzten Fahrt eine klare Antwort.

Die offene Frage

Die Rettungsaktion sollte Hope eine letzte Chance geben.

Doch gerade deshalb muss heute nachvollziehbar sein, was in den letzten Minuten und Stunden tatsächlich mit diesem Tier passiert ist.

Die entscheidende Untersuchung lautet: Welche Kräfte wirkten beim Herausziehen auf Hope – und waren diese Kräfte für ein lebendes, geschwächtes Tier vertretbar?

Wenn sich anhand der Schiffsdaten und Videodaten eine konkrete Zugkraft berechnen lässt, kann anschließend geprüft werden, welche mechanische Belastung tatsächlich auf die Fluke und den Körper von Hope eingewirkt haben könnte.

Erst eine solche Rekonstruktion kann zeigen, ob die bisher bekannte Darstellung des Vorgangs technisch plausibel ist – oder ob weitere Fragen beantwortet werden müssen.

Hope sollte gerettet werden. Deshalb muss heute auch geklärt werden, wie seine letzte Fahrt tatsächlich endete.

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