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Foto: Diakonie Gütersloh

»DeineDiakonie« stellt Demenz in jüngeren Jahren zum Weltalzheimertag in den Mittelpunkt

Von KWS, Informationen, Diakonie97 Views

»#DeineDiakonie« stellt #Demenz in jüngeren Jahren zum #Weltalzheimertag in den Mittelpunkt

#Gütersloh, 1. Oktober 2026

Demenz betrifft nicht nur einzelne Menschen und ihre Angehörigen. Auch Menschen, die mitten im Berufs und Familienleben stehen, können erkranken. Hierauf machte am vergangenen Samstag der Aktionstag zum #Weltalzheimertag und zur »Woche der Demenz« von »DeineDiakonie« aufmerksam. Unter dem Motto »Demenz – (k)eine Frage des Alters« konnten sich #Besucher an der #Kirchstraße über Demenz sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten und den Umgang mit der Erkrankung informieren und austauschen.

»Jung an Demenz erkrankt« heißt, dass die #Diagnose Demenz vor dem 65. Lebensjahr gestellt wird. Die Diagnose fällt für die Betroffenen also in einen Lebensabschnitt, der oft von Familie, Beruf und auch Zukunftsplanung bestimmt ist. Die Herausforderungen sind dementsprechend andere als bei einer Erkrankung im höheren Alter. Der Aktionstag von »DeineDiakonie« griff diese besonderen Herausforderungen in Vorträgen und in einem breiten Programm auf.

Wie es nach einer frühen Demenzdiagnose weitergehen kann, erläuterte Silke Stitz, Demenzberaterin von »DeineDiakonie«. Sie ging in ihrem Vortrag darauf ein, was nach einer Demenzdiagnose vor dem 65. Lebensjahr besonders wichtig sein kann. Dazu gehöre, frühzeitig Unterstützung zu organisieren und gemeinsam Verantwortlichkeiten zu klären. Stitz empfahl hierzu beispielsweise eine Art »#Familienkonferenz«. Dort könnten Aufgaben und Verantwortlichkeiten abgesprochen werden. Hilfreich sei außerdem ein möglichst verlässlicher Alltag, etwa durch vertraute Tagesstrukturen und Rituale, die Orientierung schaffen könnten.

Auch Vorsorge, Beratung und Entlastungsangebote sollten möglichst früh in den Blick genommen werden. Hierzu zählen beispielsweise Angehörigenkurse, individuelle #Beratung, #Betreuungsgruppen sowie ambulante Pflegeangebote und Tagespflegeangebote.

Auf dem »Markt der Möglichkeiten« konnten sich die Besucher am Aktionstag von genau diesen und weiteren Angeboten ein Bild machen. Von »DeineDiakonie« stellten sich unter anderem »#Leuchtpunkte« und »Café miteinander« vor. »Leuchtpunkte« richtet sich an Menschen mit beginnender Demenz und bietet gemeinsames Gedächtnistraining, Entspannungsübungen und Ausflüge an. Das »Café miteinander« bietet Menschen mit fortgeschrittener Demenz in kleinen Betreuungsgruppen eine schöne Zeit. Außerdem waren die Alzheimer Gesellschaft Gütersloh, die AG »Sport und Demenz« und weitere Angebote zum Thema vertreten.

In einem Demenz Parcours konnten Besucher verschiedene Herausforderungen aus dem Alltag von Menschen mit Demenz nachempfinden. Nancy Kolling vom Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW erläuterte, welche besonderen Anforderungen entstehen, wenn die Diagnose Demenz mitten ins Berufsleben und Familienleben trifft. Sie führte aus, dass viele Betroffene noch mitten im Berufsleben stehen, Kinder in Ausbildung oder Studium haben und finanzielle Verpflichtungen tragen. Wenn die Berufstätigkeit der Betroffenen wegfällt, fehlt an der Stelle oft ein ganzes Gehalt. Weiter reduzieren Angehörige häufig ihre Arbeitszeit. All das kann erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle und persönliche Situation der gesamten Familie haben. Kolling betonte außerdem, dass jüngere Menschen mit Demenz häufig andere Unterstützungsangebote als wesentlich ältere benötigen. Denn sie seien körperlich oft aktiver, machten Sport und hätten andere Freizeitinteressen. Sie würden auch den Austausch mit Menschen in einer vergleichbaren Lebenssituation suchen. Mit dem Projekt »JaDe« (»Jung an Demenz erkrankte Menschen«) schafft der Landesverband hierfür gezielte Angebote, wie Online Gruppen für Betroffene, Angehörige und Kinder erkrankter Eltern, thematische Vorträge sowie gemeinsame Aktivitäten wie »Walk & Talk«, Kochangebote, Kreativangebote und Musikangebote.

Heike Hagenlüke, #Heilpraktikerin (#Psychotherapie) und #Musiktherapeutin, lenkte den Blick im letzten Vortrag auf die pflegenden Angehörigen. Ihre zentrale Botschaft war, dass, wer dauerhaft für andere sorgt, auch die eigenen Grenzen kennen und ernst nehmen muss. Sie betonte, dass Selbstfürsorge oft mit kleinen, konkreten Schritten beginnt. Dazu gehört: Prioritäten zu setzen, Nein zu sagen, Hilfe anzunehmen und sich bewusst Auszeiten zu nehmen. Die Unterstützung könne dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen, etwa durch Verhinderungspflege und Selbsthilfegruppen bis hin zu therapeutischer Begleitung.

Silke Stitz zog ein positives Fazit zum Aktionstag. Besonders die Kombination aus Informationen, persönlichen Gesprächen und Mitmachangeboten sei bei den Besuchern gut angekommen. Für Stitz machte der Aktionstag deutlich, dass ein großer Bedarf an Information und Austausch besteht. Gleichzeitig müsse Demenz noch stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken.

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